Neue Meldestelle für Vorladungen von Fachkräften gestartet
Mit einer neuen Meldestelle macht das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit Vorladungen von Fachkräften als Zeug:innen sichtbar. Vorladungen und Aussagepflichten gehören in vielen Arbeitsfeldern zur Praxis, ihre Folgen für professionelle Beziehungen und Handlungssicherheit bleiben jedoch oft unsichtbar. Die Meldestelle trägt dazu bei, diese Erfahrungen zu erfassen und die fachliche sowie politische Arbeit für einen besseren strafprozessualen Vertrauensschutz zu stärken.
Unter www.zeugnis-verweigern.de/fall-melden können entsprechende Fälle ab sofort unkompliziert gemeldet werden. Ziel ist es, einen besseren Überblick über das Ausmaß von Vorladungen und deren Auswirkungen auf die Praxis Sozialer Arbeit zu gewinnen. Gleichzeitig trägt die Sammlung dazu bei, politische Forderungen nach einem Zeugnisverweigerungsrecht weiter zu untermauern.
Die Meldung erfolgt niedrigschwellig und dient der anonymisierten Dokumentation. Jede eingereichte Erfahrung hilft, strukturelle Probleme sichtbar zu machen und die Interessen der Profession zu stärken.
Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind daher ausdrücklich eingeladen, Vorladungen zu melden und so einen wichtigen Beitrag zur gemeinsamen Interessenvertretung zu leisten.
Fall melden
— Für Fachkräfte der Sozialen Arbeit
Fachkräfte der Sozialen Arbeit werden regelmäßig als Zeug:innen in Strafverfahren geladen, doch Umfang, Belastungen und Umgangsweisen sind bislang kaum sichtbar. Diese Meldestelle soll dazu beitragen, dieses Dunkelfeld zu erhellen und die fachliche sowie politische Arbeit für einen besseren strafprozessualen Vertrauensschutz zu stärken.
