Meldestelle zu Vorladungen als Zeug:innen in Strafverfahren in der Sozialen Arbeit
Fall melden
— Für Fachkräfte der Sozialen Arbeit
Fachkräfte der Sozialen Arbeit werden regelmäßig als Zeug:innen in Strafverfahren geladen, doch Umfang, Belastungen und Umgangsweisen sind bislang kaum sichtbar. Diese Meldestelle soll dazu beitragen, dieses Dunkelfeld zu erhellen und die fachliche sowie politische Arbeit für einen besseren strafprozessualen Vertrauensschutz zu stärken.
- Dauer: in der Regel etwa 3–5 Minuten; mit ausführlicheren optionalen Textantworten auch etwas länger
- Teilnahme: anonym, Kontaktdaten können bei Bedarf angeben werden
- Nach dem Klick öffnet sich das Onlineformular auf CryptPad.
Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie dabei, Erfahrungen und Argumente aus der Praxis systematischer zu erfassen und besser zu verstehen, welche Folgen Vorladungen und Aussageanforderungen für professionelle Beziehungen, Handlungsspielräume und Arbeitskontexte haben.
Warum diese Meldestelle wichtig ist
Vorladungen, Aussagepflichten und Unsicherheiten gehören in vielen Arbeitsfeldern zur Realität. Ihre Folgen für professionelle Beziehungen, Beratungsprozesse und Handlungssicherheit werden bislang jedoch nur unzureichend sichtbar.
Belastungen sichtbar machen
Die Meldestelle soll dazu beitragen, besser zu erfassen, wie häufig Vorladungen vorkommen, wie sie erlebt werden und welche Auswirkungen sie auf Fachkräfte und Arbeitskontexte haben.
Vertrauensbeziehungen ernst nehmen
Wenn sensible Informationen potenziell in Strafverfahren eingebracht werden können, betrifft das nicht nur einzelne Fälle, sondern auch allgemein Beziehungen zu Adressat:innen und die Glaubwürdigkeit von Angeboten.
Fachpolitische Arbeit stärken
Die Ergebnisse sollen helfen, Erfahrungen und Argumente aus der Praxis fundierter in die Debatte um ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit einzubringen.
Worum es bei der Meldestelle geht
Fachkräfte der Sozialen Arbeit arbeiten häufig in Kontexten, in denen Vertrauen eine zentrale Voraussetzung professionellen Handelns ist. Gerade dort können Vorladungen als Zeug:innen, die Erwartung einer Aussage oder schon die Möglichkeit einer späteren Vernehmung erhebliche Folgen haben — für Beziehungen zu Adressat:innen, für Beratungsprozesse und für die Handlungssicherheit von Fachkräften.
Bislang fehlt ein breiterer Überblick darüber, in welchen Arbeitsfeldern solche Situationen auftreten, wie sie erlebt werden und welche Umgangsweisen sich in der Praxis herausbilden. Diese Meldestelle soll dazu beitragen, dieses Dunkelfeld besser auszuleuchten.
Ihre Erfahrung hilft, Sichtbarkeit zu schaffen
Jede Meldung trägt dazu bei, Praxiserfahrungen besser zu verstehen und in die weitere Debatte einzubringen. Wenn Sie in der Sozialen Arbeit tätig sind, freuen wir uns über Ihre Teilnahme.
