Call for Cases

Vorladungen als Zeug:innen in Strafverfahren in der Sozialen Arbeit sichtbar machen

Call for Cases

— Für Fachkräfte der Sozialen Arbeit

Fachkräfte der Sozialen Arbeit werden regelmäßig als Zeug:innen in Strafverfahren geladen, doch Umfang, Belastungen und Umgangsweisen sind bislang kaum sichtbar. Diese Befragung soll dazu beitragen, dieses Dunkelfeld zu erhellen und die Arbeit des Bündnisses für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit zu stärken.

Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie dabei, Erfahrungen und Argumente aus der Praxis systematischer zu erfassen und besser zu verstehen, welche Folgen Vorladungen und Aussageanforderungen für professionelle Beziehungen, Handlungsspielräume und Arbeitskontexte haben.

Warum diese Befragung wichtig ist

Vorladungen, Aussagepflichten und Unsicherheiten gehören in vielen Arbeitsfeldern zur Realität. Ihre Folgen für professionelle Beziehungen, Beratungsprozesse und Handlungssicherheit werden bislang jedoch nur unzureichend sichtbar.

Belastungen sichtbar machen

Die Befragung soll dazu beitragen, besser zu erfassen, wie häufig Vorladungen vorkommen, wie sie erlebt werden und welche Auswirkungen sie auf Fachkräfte und Arbeitskontexte haben.

Vertrauensbeziehungen ernst nehmen

Wenn sensible Informationen potenziell in Strafverfahren eingebracht werden können, betrifft das nicht nur einzelne Fälle, sondern auch allgemein Beziehungen zu Adressat:innen und die Glaubwürdigkeit von Angeboten.

Fachpolitische Arbeit stärken

Die Ergebnisse sollen helfen, Erfahrungen und Argumente aus der Praxis fundierter in die Debatte um ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit einzubringen.

Worum es in der Befragung geht

Fachkräfte der Sozialen Arbeit arbeiten häufig in Kontexten, in denen Vertrauen eine zentrale Voraussetzung professionellen Handelns ist. Gerade dort können Vorladungen als Zeug:innen, die Erwartung einer Aussage oder schon die Möglichkeit einer späteren Vernehmung erhebliche Folgen haben — für Beziehungen zu Adressat:innen, für Beratungsprozesse und für die Handlungssicherheit von Fachkräften.

Zugleich fehlt bislang ein breiterer Überblick darüber, in welchen Arbeitsfeldern solche Situationen auftreten, wie sie erlebt werden und welche Umgangsweisen sich in der Praxis herausbilden. Diese Befragung soll dazu beitragen, dieses Dunkelfeld besser auszuleuchten.